Bekämpfungsversuch Japan-Knöterich

Im Rahmen des kommunalen Neophyten-Bekämpfungsprojekts Herzogenbuchsee, geht auch die Burgergemeinde gegen Neophyten vor. Dies betrifft folgende Arten:

  • Ausländische Goldruten
  • Einjähriges Berufkraut
  • Kirschlorbeer
  • Japan-Knöterich (Asiatische Knöteriche i.A.)

Der Japan-Knöterich gilt als schwierigste und teuerste zu bekämpfende Art. Er breitet sich bei uns nicht über Samen aus, sondern über am Boden liegenden Grünschnitt, der wieder Wurzeln schlägt, und bei etablierten Sträuchern über Wurzelaustriebe. Aller Japan-Knöterich im Wald stammt deshalb aus wilden Deponien von Grünabfällen.

Bekämpfung
Die Wurzeln reichen bis in 3m Tiefe und 3–5m im Umkreis von Sträuchern. Herbizide bewirken wenig, da das Gift nicht bis in die Wurzelfortsätze gelangt. Zudem ist im Wald der Einsatz von Herbiziden verboten.

Muss ein grösserer Bestand ausgebaggert werden, hat dies hohe Kosten zur Folge: Maschinenarbeit, Transport, Deponiegebühren und Ersatz des ausgehobenen Materials. Schon nur bei einer Befallsfläche von 10x10m ergibt dies einen durchwurzelten Raum von ca. 750 m3. Dies bedeutet je 70 Lastwagenfahrten für den Abtransport und das Wiederauffüllen und CHF 25’000 an Deponiegebühren.

Man geht davon aus, dass der durchwurzelte Raum markant zurückgeht, wenn der Japan-Knöterich mehrere Jahre 4-6x pro Jahr geschnitten wird. Das wurde hier so gemacht. Nun wird mit einem Aushub getestet, ob das so stimmt und als Methode etabliert werden kann. Das ausgehobene Material wird auf einem festen Platz zwischengelagert, wo wieder austreibendes Material herausgelesen werden kann. In der Grube wird sich zeigen, aus welchen Schichten noch Nachtriebe erfolgen. Bewährt sich das Vorgehen, kann das ausgehobene Material nach einigen Monaten wieder eingefüllt werden. Damit können teure Deponiegebühren eingespart werden und bei Sanierungen müsste weniger tief ausgebaggert werden.

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